Vorstellungsveranstaltung mit den BGM-Kandidatinnen

Am 14. Mai 2019 hatte die noch amtierende Bürgermeisterin Anke Cornelius-Heide in die Ditmarsia eingeladen und rund 300 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um zu hören, was die Bürgermeister-Kandidatinnen zu sagen haben. Unter der professionellen Gesprächsleitung des Boyens-Medien-Redakteurs Stefan Schmid stellten sich die beiden Kandidatinnen Kirsten Witt und Uta Bielfeldt erst einmal vor und machten deutlich, was sie für das Amt der Bürgermeisterin qualifiziert. Die von der FDP, CDU und der WMF unterstützte Kirsten Witt erklärte, dass ihr Wahlslogan KONKRET – KOMPETENT – KONSEQUENT keine leeren Worthülsen sondern die Beschreibung ihrer Arbeitsweise als Bürgermeisterin sein werden.

von links: Uta Bielfeldt, Kirsten Witt, Stefan Schmid

Bei der Beantwortung der Fragen brachte Frau Witt die Zuhörer erst einmal auf den aktuellen Stand, um dann zu erläutern, was sie anders und besser machen werde. Sie stellte z.B. dar, dass das oft strapazierte Wort der Nachhaltigkeit sich nicht ausschließlich auf Ökologie beziehe, sondern die Waage zwischen Umwelt, Wirtschaft und Sozialem darstelle. Vor diesem Hintergrund stellte sie klar, dass die erworbenen Labels wie Cittaslow, Fairtrade Town usw. erhalten bleiben („Sie passen zu Meldorf und sind gut“), machte aber auch deutlich, dass sie diese differenzierter einsetzen werde. Die Schnecke sei gut im Tourismus zu verwenden, in der Wirtschaft eher weniger.

Bei der Beantwortung der Publikumsfragen wurde die kommunalpolitische Erfahrung von Kirsten Witt überdeutlich. Mit Fakten und Berichten über die aktuellen Beratungsstände aus dem Schulverband, dem Kommunalunternehmen Speicherkoog und aus den städtischen Fachausschüssen ließ sie keine Frage unbeantwortet. Auf die Frage aus dem Seniorenbeirat, wie die Barrierefreiheit in der Stadt hergestellt werden kann, sagte sie als Sofortmaßnahme die Herstellung auf besonderen Straßenabschnitten in Richtung Einkaufszentrum und Ärzten zu. Mittelfristig wolle sie einen jährlich festen Betrag hierfür in den Haushalt einstellen lassen.

Die Publikums-Frage aus dem Umfeld der Wettbewerberin, wie Kirsten Witt sich den Begehrlichkeiten der sie unterstützenden Parteien entziehen werde und ob sie überhaupt unabhängig sein könne, beantwortete sie sehr souverän. Die Meldorfer Bürgerinnen und Bürger wählen eine Person und keine Partei, so sei sie selbstverständlich allen Bürgern verpflichtet. Und sie habe ihre Unabhängigkeit als mögliche Bürgermeisterin auf allen Mitgliederversammlungen der sie unterstützenden Parteien klar gemacht, denn „die wissen, worauf sie sich einlassen und wer mich kennt, der weiß, dass ich das auch so meine“. In Anspielung auf den Hauptslogan der Gegenkandidatin zeigte sich Kirsten Witt überzeugt,  „… dass mit mir als Bürgermeisterin auf jeden Fall noch viel mehr Meldorf geht“.