FDP gegen Abschottung und Verbote

Liberale sprechen sich für maßvollen Tourismus im Speicherkoog aus.

Nachdem sich die Grünen im Kreis ihrerseits und der Kreisvorstand der CDU andererseits bereits klar positioniert haben, hat nun auch die FDP Stellung im Speicherkoog-Streit bezogen. Der FDP-Kreisvorstand und die FDP-Kreistagsfraktion haben den Beschluss gefasst, ähnlich wie auch die CDU in Dithmarschen, sich für eine „maßvolle touristische Entwicklung im Meldorfer Hafenbereich“ und eine „sanfte touristische Entwicklung im Speicherkoog“ auszusprechen.
Der gemeinsame Beschluss der Dithmarscher Liberalen ist einstimmig Ende der 43. KW 2019 gefasst worden. Die Begründung von der Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Veronika Kolb und des FDP-Kreisvorsitzenden Oliver Kumbartzky lautete: „Wir unterstützen die touristische Entwicklung im Speicherkoog im Einklang mit Mensch und Natur und lehnen Verbote und Abschottung strikt ab. Den gemeinsamen Planungsträgern sprechen der FDP-Kreisverband Dithmarschen und die FDP-Kreistagsfraktion ihre Anerkennung für die bisherige Projektarbeit aus und sagen weitere politische Unterstützung der FDP Dithmarschen zu.“
Weiter heißt es im FDP-Beschluss, dass die geplante Anzahl von Ferienhäusern und das Nationalparkhaus sehr gut in das unmittelbare Hafengebiet passe, da das überplante Hafengebiet weder im nationalen Naturschutzgebiet noch im europäischen Schutzgebiet liege. Zudem belegen die transparenten Planungsverfahren, dass „Belange des Naturschutzes, des Küstenschutzes, der Landwirtschaft, der Binnenentwässerung, des Hafenbetriebs und des Tourismus im Bereich des Meldorfer Hafens in gleicher Weise berücksichtigt werden“.
Und im Schlussteil des FDP-Beschlusses zum Speicherkoog heißt es: „Menschen haben ein Recht, sich in der Nähe oder auch innerhalb von Naturschutzgebieten und Nationalparks aufzuhalten. Nur so kann die Schönheit von Fauna und Flora auch in von Menschenhand geschaffenen Bereichen wie dem Speicherkoog erfahren werden und zur Naherholung beitragen“.